Was ist ein Arrangeur?

Es gibt im Internet viele Versuche, den Begriff „Arrangeur“ treffend zu beschreiben. Zurzeit gefällt mir der entsprechende Artikel auf bemusico am besten:

Arrangeur
Ein Arrangeur ist eine Person, die musikalische Stücke umgestaltet, neu interpretiert oder neu arrangiert. Der Arrangeur nimmt bestehende Musikkompositionen und passt sie an, indem er beispielsweise die Instrumentierung ändert, Harmonien hinzufügt oder Melodien neu gestaltet, um eine bestimmte Stimmung oder einen bestimmten Effekt zu erzeugen. Arrangeure arbeiten oft im Bereich der Musikproduktion, insbesondere in Genres wie Jazz, Pop, und Orchestermusik. Sie können mit verschiedenen Ensembles, Musikern oder Orchestern zusammenarbeiten, um die gewünschte Klanglandschaft zu schaffen.

Ausbildung
Die Ausbildung eines Arrangeurs kann auf verschiedene Arten erfolgen und hängt von den individuellen Interessen, Fähigkeiten und Zielen ab. Hier sind einige grundlegende Schritte und Elemente, die typischerweise in der Ausbildung eines Arrangeurs enthalten sind:

Musikalische Grundlagen
Eine solide Grundlage in Musiktheorie, Gehörbildung und Instrumentation ist entscheidend. Das Verständnis von Tonleitern, Akkorden, Harmonien, Rhythmen und anderen musikalischen Elementen ist für einen Arrangeur unerlässlich.

Instrumental- und Vokalstudium
Ein Arrangeur sollte mindestens ein Instrument beherrschen, um die technischen Aspekte des Arrangierens besser verstehen zu können. Es ist auch hilfreich, Erfahrung im Vokalgesang zu haben, um Arrangements für Gesangsstimmen schreiben zu können.

Studium bestehender Arrangements
Das Studium und die Analyse von Arrangements in verschiedenen Stilen und Genres ist wichtig, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie verschiedene Instrumente zusammenarbeiten und wie Arrangements aufgebaut sind.

Komposition und Orchestration
Kurse oder Studienprogramme, die sich mit Komposition und Orchestration befassen, können dabei helfen, das Handwerk des Arrangierens zu erlernen. Dies beinhaltet das Schreiben von Melodien, das Erstellen von Harmonien und das Anordnen von Instrumenten für maximale Wirkung.

Praktische Erfahrung
Praktische Erfahrung ist entscheidend, um ein erfolgreicher Arrangeur zu werden. Dies kann durch das Arrangieren von Musik für Schulbands, Chöre, Ensembles oder andere Gruppen sowie durch die Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Produzenten erreicht werden.

Technologie und Aufnahmetechniken
Die Kenntnis von Musiksoftware und Aufnahmetechniken ist heutzutage besonders wichtig. Ein Arrangeur sollte in der Lage sein, MIDI-Sequenzen zu erstellen, digitale Notensatzprogramme zu verwenden und grundlegende Kenntnisse über Audioaufnahme und -bearbeitung zu haben.

Feedback und Weiterentwicklung
Es ist wichtig, kontinuierlich Feedback von Mentoren, Lehrern und Kollegen einzuholen, um sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dies kann durch formelle Studiengänge, Workshops, Masterclasses oder informelle Zusammenarbeit mit anderen Musikern geschehen.
Die Ausbildung eines Arrangeurs ist oft ein lebenslanger Prozess, der kontinuierliches Lernen und Wachstum erfordert. Es gibt keine festgelegte Route, um Arrangeur zu werden, aber eine Kombination aus formeller Ausbildung, praktischer Erfahrung und persönlichem Engagement ist entscheidend für den Erfolg in diesem Bereich.

Welchen Anteil trägt ein Arrangeur an einem Werk?
Der Anteil der Werke eines Arrangeurs bezieht sich darauf, wie viel Einfluss der Arrangeur auf eine musikalische Komposition hat. Dies kann von Fall zu Fall variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

Ursprüngliches Material
Manchmal kann ein Arrangeur eine bereits bestehende Komposition nehmen und sie nur leicht anpassen, indem er zum Beispiel die Instrumentierung ändert oder einige Harmonien hinzufügt. In solchen Fällen könnte der Anteil des Arrangeurs am Gesamtergebnis geringer sein.

Kreative Freiheit
In anderen Fällen kann ein Arrangeur viel kreativen Freiraum haben, um das ursprüngliche Material stark zu verändern und es in eine völlig neue Richtung zu lenken. Hier wäre der Anteil des Arrangeurs am Ergebnis viel größer.

Zusammenarbeit
Oft arbeiten Arrangeure eng mit Komponisten, Musikern oder Produzenten zusammen. Der Anteil des Arrangeurs kann davon abhängen, wie stark diese Zusammenarbeit ist und wie viel Einfluss der Arrangeur auf die endgültige Version des Werkes hat.

Verträge und Vereinbarungen
In einigen Fällen können vertragliche Vereinbarungen oder Lizenzierungen den Anteil des Arrangeurs an den Einnahmen oder an der Anerkennung der fertigen Arbeit festlegen.
Es gibt also keine feste Regel für den Anteil eines Arrangeurs an einem Werk, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt und von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann.

Quelle: https://www.bemusico.com/lexikon/arrangeur/

Stand: Februar 2026

Beispiel-Arrangement: Vorlage und Ausführungsvarianten

Reharmonisation, Modulation, Rückung

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Reharmonisation, Modulation, Rückung

Ein Musikstück kann sich unter anderem durch harmonische Finessen wie Reharmonisation, Modulation und Rückung von der „Masse“ abheben.

Hier etwas aus „eigener Feder“: Blasmusik-Arrangement Weit übers Land (Komponist: C. Jarkow).

Beispiel 1
Ich erstellte zunächst eine Intro (Introduction, deutsch: Einleitung) in der Ausgangstonart C-Dur. Dazu nahm ich eine kleine Tonfolge der Strophe (sog. „Motiv“) und legte eine abwärts führende Basslinie darunter, in deren Verlauf sich durch Rückung eine harmonische Wendung nach Es-Dur ergab. Von Es-Dur aus Rückführung nach C-Dur (zur Strophe).

Beispiel 2
Wiederholung der Intro: von Es-Dur aus durch Weiterführung der Basslinie direkt in den Zwischenteil (VI. Stufe der Ausgangstonart)


Mehr Infos

wikipedia.org/wiki/Modulation_(Musik),

lehrklaenge.de/PHP/Harmonielehre2/Modulation

oder in folgendem Video von Felix Rogge:

auf YouTube ansehen

Beispiel-Arrangement: Vorlage und Ausführungsvarianten

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Beispiel-Arrangement: Vorlage und Ausführungsvarianten

Für dieses Beispiel nehme ich den Anfang des Refrains (Chorus) von Bye Bye Blackbird.

Vorlage (Basis-Akkordfolge)


Arrangement-Variante 1
(niveauvoll, Stilbereich Jazz/Latin)
Schritt Nr. 1: Reharmonisation (Veränderung der ursprünglichen Akkordstruktur)
Bei diesem Beispiel arbeite ich im Wesentlichen mit Linien:
Linie Nr. 1: Melodie
Linie Nr. 2: Bass, hier beginnend auf der 6. Stufe der Ausgangstonart, chromatisch abwärts führend, am Ende auflösend
Linie Nr. 3: zwischen Melodie und Bass
Anschließend fülle ich das Ganze mit weiteren Noten aus.


Schritt Nr. 2: Stil / Groove
Melodie-Variation, rhythmisch angepasste Begleitung


Schritt Nr. 3: Arrangement für die Besetzung Trompete, Tenorsaxophon, Piano, Bass, Drums


Arrangement-Variante 2
Streichquartett (Swing)


Arrangement-Variante 3
schnelle Polka mit „Spaßfaktor“ für Bläserbesetzung und Publikum in „Feierlaune“



Reharmonisation, Modulation, Rückung

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Arrangeur

Ich schreibe Arrangements in vielen Musikrichtungen und Stilen.
Mit hinzukomponierten Elementen (Nebenlinien, Intro/Outro, Übergängen etc.), neuem Groove [Wikipedia: Groove] oder harmonischen Finessen wie Reharmonisation, Modulation und Rückung kann das Ergebnis meiner Arbeit durchaus interessant klingen.

Sie können bei mir gern ein auf Ihre Wünsche zugeschnittenes Arrangement in Auftrag geben. Bitte senden Sie mir dafür Noten, Audiodateien oder Links zu (YouTube-)Clips
und informieren Sie mich über Details wie
gewünschte Tonart,
gewünschter Stil,
Besetzung und Können der Musiker/Sänger,
Publikum und dessen Hörgewohnheiten,
spontane Idee zum Gesamtablauf,
einfach alles, was Ihnen wichtig erscheint.

Wenn wir uns in allen Dingen einig sind, beginnt meine eigentliche Arbeit.

Beispiel-Arrangement: Vorlage und Ausführungsvarianten

Reharmonisation, Modulation, Rückung

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Schott Music

Komposition, Arrangement, Notensatz

20 Jazz- und Rock-Trios für 3 Posaunen oder andere Baßschlüssel-Instrumente (auch als Duett spielbar)

Einfach komponierte Stücke, die jedem Posaunisten die Möglichkeit bieten, sein Können zu erweitern und das Zusammenspiel im Satz zu trainieren.
Ausgaben: Posaunen-Partitur, Begleitheft Rhythmusgruppe.

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Die Stücke klingen bereits als Duett. Die 3. Stimme erweitert das Duett zum Trio und leistet ihren Beitrag zu einem satt klingenden Posaunensatz.
Wenn nicht besonders gekennzeichnet, bestehen die Trios grundsätzlich nur aus Thema und Schluss. So bieten sie den Aufführenden die Basis für eigene Kreationen hinsichtlich der Abfolge.
Für die Rhythmusgruppe ist ein Begleitheft erhältlich mit den Stimmen für Piano/Keyboard, Gitarre, Bass und Drums.
Die Begleitstimmen lassen der Rhythmusgruppe viel Freiheit zu eigener Kreativität. So enthält z. B. die Piano/Keyboard-Stimme die wesentlichen Harmonic Lines, Voicings und kleine Solo-Licks. Die Drums-Stimme enthält alle wichtigen Akzente und Phrasierungen des Posaunensatzes.

Inhalt:
The Night Is Over | Have A Break | Music Is… | Tea 4 Five | A Little Dream | After A Hard Day | A Lot Of Drive | Four Hours Later | It´s 25 O´Clock | Not Too Fast, Please! | Green Bossa | No Mint – No Pepper | A Little Story | Who Is The Boss? | Two Shadows | Two Faces | New Feelings | Old Story | Mr. „J“ | Billie´s Groove

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Vorgeschichte:
In meiner Zeit als Musikpädagoge mit Schwerpunkt Posaune gab es wenig brauchbare Unterrichtsnoten im Jazz- und Popularmusikbereich. Daher habe ich aus der Not heraus eigene Übungsstücke geschrieben und sie mit meinen Schülern 2- oder 3-stimmig geprobt. Bei Musikschul-Veranstaltungen führten wir sie gemeinsam mit einer Rhythmusgruppe auf. Angespornt durch einen ehemaligen Lektor des Verlagshauses Schott schrieb ich schlussendlich diese “20 Jazz- und Rock-Trios”.

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Rezension aus “Üben & Musizieren”
Üben & Musizieren

MusiklehrerInnen suchen oft nach Wegen, die geeignet erscheinen, ihre Schülerinnen und Schüler bei Übelaune zu halten. Gruppenspiel ist grundsätzlich eine Möglichkeit. Die vorliegenden Jazz- und Rock-Trios bieten u. a. dafür vielseitige Möglichkeiten:

1.) Lehrer und Schüler können die erste und zweite Stimme der Stücke im Unterricht als relativ klangvolles und interessantes Duett spielen. Die Stücke überschreiten auch in der Oberstimme die Mittellage kaum. Die wenigen höheren Passagen liegen gut. Auf der anderen Seite sind die Stücke aber auch nicht in einer „Grummellage“ gesetzt. Die Harmonik ist angenehm, die Phrasen „posaunistisch“. Die Vortragsbezeichnungen im Vorwort und auch in den Stücken sind korrekt und verständlich. Es werden verschiedene Stilrichtungen geboten: Swing, Rock, Pop, Bossa Nova, Jazz Walz, Latin- und Slow-Rock. Für AnfängerInnen sind die Stücke eine ansatzaufbauende Herausforderung. Fortgeschrittene können stilistische Genauigkeit erarbeiten.

2.) Die Stücke können als Trio erarbeitet werden. Die dritte Stimme füllt die Akkorde farbiger auf. Sie wird mit einem weiteren Tenorposaunisten besetzt. So sind sie geeignet für Klassenvorspiele, Schülerkonzerte oder einfach nur zum Spaß.

3.) Zusammen mit den zusätzlich erhältlichen Noten der Rhythmusgruppe lassen sich die Stücke gut als Grundlage für Liveauftritte benutzen. Das Notenmaterial bietet fortgeschrittenen „Jazzern“ dann das „Thema“, die Harmonien und den Schluss zum Umrahmen eigener Kreationen. Weniger Fortgeschrittenen bleibt die Möglichkeit, nur das zu spielen, was als Vorschlag gedruckt ist. Es wird trotzdem Spaß machen.

Peter Kallensee

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